Beim Kaffee Seminar entdeckten wir die Schokoladenseite des Kaffees

Das Kaffeeseminar, ausgehend von Fairtrade Town Schwarzenbruck, war sehr gut besucht. Der Referent Andreas Schneider, ein absoluter Kenner der Kaffeeszene, überraschte mit Informationen und neuen Kenntnissen zum Thema. Zuerst bekamen die Seminarteilnehmerinnen und Seminarteilnehmer eine Einführung über die unterschiedlichsten Zubereitungsformen. Begleitet wurden die einzelnen Seminarbereiche natürlich immer mit einer entsprechenden Verkostung. Gefolgt von einer kleinen Kunde über die Blüten und Kaffeekirschen, deren Herkunft und Unterschiede, kamen wir zum Schwerpunkt des Seminars. Welcher Kaffee ist nun der beste und wie verarbeitet man den Kaffee. Überraschend für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer war die Tatsache, dass in dem Pulverkaffee (Auslese) eines Großanbieters, bis zu 30 % Fremdstoffe enthalten waren. Fein gemahlene Pflanzenreste und Stöckchen war Bestandteil dieser Kaffeesorten
Ist das die Regel?
Nein aber es ist tatsächlich zulässig, dass pro Kilogramm Kaffee 50 Gramm Wasser enthalten sein dürfen. Auch zwei Gramm an Fremdbestandteilen – also Pflanzenfaser, Äste oder schwarze Bohnen – dürfen in die Packung.
Die Regeln für fairen Kaffee sind einfach, wo Kaffee drauf steht ist auch 100 % Kaffee drin.
Wir wendeten uns nun dem wichtigen Thema der Verarbeitung zu. Wie und mit was wird ein guter Kaffee zubereiten? Das WIE wurde im Seminar ganz klar herausgearbeitet, natürlich behutsam und schonend, mit der richtigen Wassertemperatur von maximal 95 Grad. Kaffee braucht Zeit sein Aroma und Geschmack zu entwickeln. Ein ToGo und Kaffee passen hier eigentlich überhaupt nicht zusammen. Wenn Sie einen guten Kaffee schnell durch eine Maschine jagen, ist das so, als wenn Sie einen sehr guten Wein aus der Flasche trinken. Welche Art der Zubereitung ist nun die beste, Filterkaffeemaschine, Presskanne, Kaffeeautomat? Darüber schieden sich die Geister, je nach Erfahrung und Geschmack. Ein großer Teil der Anwesenden sprach sich die Presskanne aus, hier wird der Kaffee in eine Kanne gefüllt und mit 95 Grad heißen Wasser aufgegossen. Anschließend kommt der Deckel drauf und nachdem der Kaffee eine Weile geruht hat, wird das Kaffeepulver mit einem, sich im Deckel befestigten Sieb, nach unten gedrückt. Bei der Zubereitung mit einer Filterkaffeemaschine sollten im Vorfeld die Filter mit heißem Wasser durchgespült werden, da sich Leim- und Papierreste sonst mit in den Kaffee mischen.
Nun können wir die Seminarinhalte von 3 Stunden hier sicher nicht auflisten, nehmen sie einfach an einem der nächsten Seminare teil und erfahren sie wie man den Kaffee am besten aufbewahrt und wie sie Kaffee aus der Bohne selber herstellen können. Was bleibt ist die Erkenntnis, das Kaffee kein normales Getränk ist, sondern eine Philosophie.
Wie sagte doch ein deutscher Theologe
Nur eins ist besser als eine Tasse guter Kaffee: zwei Tassen guter Kaffee.